Stellungnahme zu den Vorfällen am 18. Oktober 2026

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Die DJK Blau-Weiß Huckarde verurteilt die Gewalt im Zusammenhang mit dem Spiel zwischen Westfalia Dortmund II und unserer zweiten Mannschaft aufs Schärfste. Nichts, aber auch gar nichts rechtfertigt einen solchen Gewaltexzess. Ein Fußballplatz darf niemals zum Ventil für Aggressionen werden. Den Verletzten wünschen wir eine schnelle und vollständige Genesung.

Unsere Verantwortung als Verein

Wir sind ein Verein für alle. Rassismus, Diskriminierung und Gewalt haben bei uns keinen Platz. Wir stellen uns unserer Verantwortung und benennen unseren Anteil klar: Auch aus unseren Reihen wurde Gewalt ausgeübt. Das werden wir weder beschönigen noch durch das Verhalten anderer entschuldigen. Wir werden uns nicht als ausschließliches Opfer darstellen, akzeptieren aber ebenso wenig eine pauschale, einseitige Schuldzuweisung.

Wer aus unseren Reihen nachweislich Gewalt ausgeübt hat, muss mit konsequenten Sanktionen rechnen. Wir werden die uns zur Verfügung stehenden vereinsrechtlichen Möglichkeiten entschlossen ausschöpfen. Vereinszugehörigkeit schützt niemanden vor Konsequenzen.

Was wir für Kinder und Jugendliche bewahren wollen

In unserer Jugendabteilung begleiten wir mehr als 200 Kinder und Jugendliche. Über 30 Ehrenamtliche setzen sich dafür ein, dass sie Fußball spielen, Gemeinschaft erleben und sich persönlich entwickeln können. Auf dem Trainingsplatz, bei Spielen und im Vereinsalltag vermitteln wir Respekt, Fairness und die Fähigkeit, Konflikte ohne Gewalt auszutragen. Wir wollen Kindern unabhängig von Herkunft und finanziellen Möglichkeiten Teilhabe ermöglichen.

Diese Arbeit braucht ein sicheres Umfeld. Eltern müssen darauf vertrauen können, dass ihre Kinder auf unseren Sportplätzen gut aufgehoben sind. Kinder und Jugendliche brauchen Erwachsene, die Verantwortung vorleben – gerade dann, wenn es schwierig wird. Gewalt gefährdet dieses Vertrauen und beschädigt das, was viele Menschen täglich mit großem Einsatz aufbauen.

Deshalb ist die lückenlose Aufklärung für uns unverzichtbar. Wir müssen verstehen, was geschehen ist, individuelle Verantwortung klären und daraus wirksame Konsequenzen ziehen. Nur so können wir Vertrauen zurückgewinnen und dazu beitragen, ähnliche Vorfälle künftig zu verhindern.

Aufklärung statt Ausreden und Schuldzuweisungen

Wir werden alles in unserem Verantwortungsbereich tun, um eine sorgfältige und lückenlose Aufklärung zu ermöglichen. Dazu arbeiten wir mit der Polizei, den zuständigen Ermittlungsbehörden und den sportgerichtlichen Instanzen zusammen. Sämtliche uns vorliegenden relevanten Informationen stellen wir diesen Stellen zur Verfügung.

Die erhobenen Rassismusvorwürfe sind nach unserem bisherigen Kenntnisstand nicht belegt. Wir nehmen sie ernst und unterstützen ihre sorgfältige Aufklärung. Sollte sich rassistisches Verhalten bestätigen, muss auch dieses konsequent geahndet werden.

Unabhängig davon, wer die Auseinandersetzung ausgelöst hat: Ein solcher Gewaltexzess ist durch nichts zu rechtfertigen. Wir akzeptieren nicht, dass Beteiligte sich hinter Ausreden verstecken oder ihre eigene Gewalt mit dem Verhalten anderer entschuldigen. Das gilt ausdrücklich auch für unsere eigenen Reihen. Dieselbe Bereitschaft zur selbstkritischen Aufarbeitung erwarten wir von Westfalia Dortmund.

Keine Fortsetzung der Auseinandersetzung im Internet

Mit großer Sorge sehen wir, wie sich die Auseinandersetzungen in Kommentarsektionen und sozialen Netzwerken fortsetzen. Die dort sichtbaren rassistischen und menschenverachtenden Äußerungen verurteilen wir ausdrücklich. Ebenso verurteilen wir Beleidigungen, Bedrohungen und pauschale Angriffe – unabhängig davon, gegen wen sie gerichtet sind oder von wem sie stammen.

Wer die Vorfälle zum Anlass nimmt, Menschen wegen ihrer Herkunft abzuwerten oder ganze Vereine und deren Mitglieder anzugreifen, trägt nichts zur Aufklärung bei. Solche Äußerungen schaffen neue Verletzungen, verschärfen die Situation und treffen auch Menschen, die an den Vorfällen überhaupt nicht beteiligt waren.

Wir bitten deshalb alle, besonnen zu bleiben. Hinweise gehören an die zuständigen Stellen. Beschimpfungen und Spekulationen in Kommentarsektionen helfen weder den Verletzten noch der Aufarbeitung.

Warum wir vorerst keine Interviews geben

Wir respektieren die Aufgabe der Presse und das öffentliche Interesse an den Vorfällen. Dennoch werden wir über diese Stellungnahme hinaus bis auf Weiteres keine Interviews oder gesonderten Pressestatements geben.

Diese Entscheidung treffen wir bewusst, um zur Beruhigung der Situation beizutragen. Weitere öffentliche Schilderungen, gegenseitige Vorwürfe und vorschnelle Bewertungen bergen die Gefahr, Spekulationen zu befeuern und die Auseinandersetzung weiter zu verschärfen. Wir möchten weder Ermittlungen und Entscheidungen vorgreifen noch den Fokus von der Verantwortung der tatsächlich Beteiligten ablenken.

Wir werden die Vorfälle nicht zur medialen Selbstdarstellung nutzen. Unser Anliegen ist nicht, in der Öffentlichkeit besser dazustehen, sondern unseren Teil zur Aufklärung beizutragen und die notwendigen Konsequenzen zu ziehen.

Unsere öffentliche Zurückhaltung bedeutet deshalb keine Zurückhaltung bei der Aufarbeitung. Gegenüber den zuständigen Stellen werden wir umfassend mitwirken. Transparenz heißt für uns, relevante Informationen vollständig weiterzugeben und gesicherte Erkenntnisse verantwortungsvoll zu kommunizieren.

Unser Ziel ist klar: die Situation beruhigen, Verantwortung klären, Fehlverhalten konsequent ahnden und dazu beitragen, dass Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf Dortmunder Sportplätzen sicher sind.

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