KINDERSCHUTZ · SEELISCHE GESUNDHEIT
Hinschauen, zuhören, Hilfe holen.
Kinderschutz bedeutet für uns auch, seelische Krisen ernst zu nehmen. Selbstverletzung, Suizidgedanken, heftige Wut oder Gewalt sind keine Themen, mit denen Kinder, Jugendliche oder Familien allein bleiben müssen.
Wenn es akut ist
Bei unmittelbarer Gefahr, schweren Verletzungen oder konkreten Suizidabsichten: 112 anrufen. Bei akuter Gewalt oder Bedrohung hilft auch die Polizei unter 110.
- Die betroffene Person nicht allein lassen.
- Ruhig bleiben, zuhören und eine erwachsene Vertrauensperson hinzuholen.
- Gefährliche Gegenstände nur entfernen, wenn das ohne eigene Gefahr möglich ist.
Mögliche Warnzeichen
Ein einzelnes Zeichen beweist nichts. Deutliche oder länger anhaltende Veränderungen verdienen jedoch Aufmerksamkeit:
- Rückzug, Hoffnungslosigkeit oder starke Stimmungsschwankungen
- unerklärte Verletzungen oder häufiges Verbergen des Körpers
- Aussagen wie „Ich kann nicht mehr“ oder „Ohne mich wäre alles besser“
- unkontrollierte Wut, Drohungen oder körperliche Angriffe
- auffällige Veränderungen bei Schlaf, Essen, Schule oder Training
So reagieren wir
- Ansprechen: ruhig, wertschätzend und ohne Vorwurf.
- Zuhören: Gefühle ernst nehmen, nicht bagatellisieren oder beschämen.
- Direkt fragen: Auch Fragen nach Selbstverletzung oder Suizidgedanken dürfen klar gestellt werden.
- Hilfe holen: Eltern, Sorgeberechtigte und Fachstellen einbeziehen. Bei Gefahr sofort den Notruf wählen.
- Keine Geheimhaltung versprechen: Sicherheit geht vor; nur notwendige Personen werden informiert.
Du darfst dir Hilfe holen
Du bist nicht falsch und musst eine Krise nicht allein lösen. Wende dich an eine Person, der du vertraust – in deiner Familie, in der Schule, im Verein oder bei einer Beratungsstelle.
[U25] Suizidprävention
Anonyme Online-Beratung durch speziell geschulte Gleichaltrige. Nicht für akute Notfälle.
TelefonSeelsorge
116 123
0800 111 0 111
0800 111 0 222
rund um die Uhr
Hilfe für Eltern und Bezugspersonen
Beratung in Dortmund
Der Sozialpsychiatrische Dienst berät, begleitet und unterstützt auch in Krisen.
Unser Versprechen im Verein
Wir schauen hin, hören zu und behandeln persönliche Informationen so vertraulich wie möglich. Trainerinnen, Trainer und Ehrenamtliche ersetzen keine therapeutische oder medizinische Fachhilfe – aber sie können den entscheidenden ersten Schritt begleiten.