Heinz Bahls und Blau-Weiß Huckarde – zwei Namen, die für immer zusammengehören

In Gedenken an Heinz Bahls – Ruhe in Frieden

Verfasst von

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– Ein persönlicher Nachruf unseres Jugendleiters.

Mit großer Bestürzung und tiefer Trauer habe ich vom plötzlichen Tod unseres langjährigen ersten Vorsitzenden Heinz Bahls erfahren.

Mein tief empfundenes Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Angehörigen und allen Menschen, die ihm nahestanden. Ich wünsche ihnen in dieser schweren Zeit viel Kraft und Trost.

Es gibt Dinge im Leben, die gehören einfach zusammen. Die Bratwurst und das Brötchen. Der Fußball und das Flutlicht. Der Samstag und der Sportplatz.

Und dann gibt es Menschen, deren Namen so eng mit einem Verein verbunden sind, dass man das eine ohne das andere kaum denken kann.

Für mich waren das immer Heinz Bahls und Blau-Weiß Huckarde.

Heinz war über viele Jahre unser erster Vorsitzender und Platzwart. Doch diese Ämter allein beschreiben nicht annähernd, was er für unseren Verein bedeutet hat. Er war das Gesicht, die Identität und ein Stück der Seele von Blau-Weiß Huckarde.

Er war unser „Mister Blau-Weiß Huckarde“.

Und das blieb er auch lange nach seiner aktiven Amtszeit. Ob bei den Hallenstadtmeisterschaften, an Seniorenspieltagen oder bei unserer Jugend: Heinz war da. Nicht, weil er musste, sondern weil dieser Verein ein Teil seines Lebens war.

Auch mit unserem langjährigen Jugendleiter Jörg verband Heinz eine besondere Beziehung. Die beiden haben über viele Jahre eng und gerne zusammengearbeitet, viel miteinander gesprochen und gemeinsam unglaublich viel für unseren Verein getan. Wenn etwas zu erledigen war, war Heinz da. Auf ihn konnte man sich verlassen.

Wie gut Heinz unseren Verein kannte, zeigt eine Geschichte, die mich heute trotz aller Trauer zum Schmunzeln bringt.

Als ich unsere Saisoneröffnung plante, hatte ich den Termin schon Monate im Voraus bekannt gegeben. Ungefähr eine Woche vorher fiel mir allerdings auf, dass zu einer Saisoneröffnung vielleicht auch ein Programm gehören sollte. Also fing ich an, sämtliche Menschen um mich herum verrückt zu machen.

Eine Sorge hatte ich allerdings nicht: Die Kasse würde besetzt sein. Denn Heinz Bahls würde da sein.

Dann wollte die Feuerwehr wissen, ob es auf unserer Sportanlage einen Hydranten gibt und wo dieser zu finden ist.

Niemand wusste die Antwort. Nicht unser aktueller Platzwart Mike, nicht unser Vorsitzender und auch sonst niemand.

Also machten wir das, was man bei Blau-Weiß Huckarde in solchen Situationen eben machte: Wir riefen Heinz an.

30 Sekunden später wussten wir alles, was wir wissen mussten.

Das war Heinz.

Ich glaube, dieser Mann kannte gefühlt jede Kribbelmücke auf unserem Rasenplatz beim Vornamen. Jeden Grashalm, jede Ecke und jeden Winkel unserer Sportanlage. Er war unser lebendes Vereinsgedächtnis. Und das Schönste daran: Er teilte dieses Wissen und seine Erfahrung ganz selbstverständlich mit uns, auch als er längst kein offizielles Amt mehr bekleidete.

Besonders gefreut habe ich mich, dass Heinz zuletzt immer häufiger unsere Jugendspieltage besuchte.

Wenn er samstags auftauchte, sagte ich gerne: „Na, der Sheriff schaut wieder nach dem Rechten!“

Heinz lachte dann und antwortete:

„Nö, es macht mir einfach so viel Spaß zu sehen, was aus diesem Verein geworden ist.“

Diese Worte haben mir unglaublich viel bedeutet.

Denn wenn ein Mensch, der diesen Verein über Jahrzehnte begleitet, geprägt und getragen hat, mit einem solchen Stolz auf unsere Jugendarbeit blickt, dann ist das wohl eines der größten Komplimente, die man bekommen kann. Und gleichzeitig ein Auftrag, weiterzumachen und diesen Verein jeden Tag ein Stück besser zu machen.

Heinz liebte es, wenn unsere Sportanlage voller Kinder war. Und er liebte etwas, das so manchem Trainer wahrscheinlich den letzten Nerv raubt: wenn es laut war.

Wenn Kinder lachten, schrien, jubelten und über den Platz rannten, dann freute sich Heinz.

Denn dann wusste er: Blau-Weiß Huckarde lebt.

Er sah, dass seine jahrzehntelange Arbeit nicht vergebens gewesen war. Dass Kinder hier eine Heimat finden, neue Generationen Verantwortung übernehmen und dieser Verein eine Zukunft hat.

Heinz sagte mir oft, wie stolz er darauf sei, wie gut Blau-Weiß Huckarde heute dasteht. Er bedankte sich regelmäßig bei mir für unsere Arbeit.

Dabei hätte eigentlich ich mich viel häufiger bei ihm bedanken müssen.

Denn Heinz war für mich persönlich ein großes Vorbild.

Auch ich kenne die Momente, in denen man sich fragt, wofür man all die Zeit und Kraft investiert. Warum man seine Freizeit opfert, Verantwortung übernimmt und manchmal an seine eigenen Grenzen geht. Und vor allem, was davon irgendwann bleiben wird.

Heinz hat mir die Antwort darauf gegeben.

Er war längst nicht mehr Vorsitzender oder Platzwart. Trotzdem war er da, half, interessierte sich und wurde von allen mit Freude begrüßt.

Er brauchte kein Amt und keinen Titel, um eine Bedeutung für diesen Verein zu haben. Wenn Heinz den Sportplatz betrat, war er einfach Heinz. Und jeder freute sich, ihn zu sehen.

Das ist für mich das vielleicht größte Vermächtnis, das ein Ehrenamtlicher hinterlassen kann: Dass seine Bedeutung nicht mit dem Ende seiner Amtszeit verschwindet.

Heinz durfte erleben, wie aus seiner jahrzehntelangen Arbeit etwas entstanden ist, das bleibt. Er durfte sehen, wie unser Verein wächst, wie Kinder hier ihre ersten Schritte auf dem Fußballplatz machen und wie neue Menschen die Verantwortung übernehmen, die er selbst so lange getragen hat.

Sein Tod macht mich unglaublich traurig. Mir werden seine Besuche, sein Lachen und vor allem seine anerkennenden Worte fehlen.

Doch eines möchte ich aus seinem Leben mitnehmen: die Gewissheit, dass sich unser Engagement lohnt. Dass wir mit dem, was wir heute tun, etwas schaffen können, das auch morgen noch Bestand hat.

Und wenn ich in Zukunft an einem Samstag auf unserer Sportanlage stehe, die Kinder spielen sehe und der Lärm über den Platz schallt, werde ich sicherlich manchmal an Heinz denken. Daran, wie er am Spielfeldrand stand, lächelte und sich darüber freute, was aus seinem Verein geworden ist.

Ich hoffe, dass unsere Sportanlage auch in vielen Jahren noch genauso lebendig und laut sein wird, wie Heinz sie geliebt hat.

Heinz Bahls hat uns gezeigt, was gelebtes Ehrenamt wirklich bedeutet. Dafür bin ich ihm von Herzen dankbar.

Er wird uns fehlen. Mir wird er fehlen.

Aber eines wird sich niemals ändern:

Heinz Bahls und Blau-Weiß Huckarde. Zwei Namen, die für immer zusammengehören.

In tiefer Trauer und großer Dankbarkeit

Leon Günther
Jugendleiter – Für die Jugend
DJK Blau-Weiß Dortmund-Huckarde 1921 e. V.

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